Wasser wieder zum Thema machen • WASSER & ABWASSER

Wasser wieder zum Thema machen

„Wir alle haben uns zu sehr daran gewöhnt, dass das Wasser jederzeit in hervorragender Qualität einfach so aus dem Hahn läuft und unser Abwasser sicher entsorgt wird. Wasser ist endlich wieder ein Thema: gut so.“
– Karsten Specht, VKU-Vizepräsident
Doch Daseinsvorsorge erledigt sich nicht im Handumdrehen, und es gibt sie auch nicht zum Nulltarif. Deshalb ist es gut, dass die Bundesumweltministerin die generationenübergreifende Systemrelevanz, die das Wasser hat, zum Thema macht.“

Specht weiter: „Klimawandel, demografische Entwicklungen, wachsende Nutzungskonkurrenzen um das kühle Nass, Spurenstoffe: Die Wasserwirtschaft in Deutschland steht vor zahlreichen Herausforderungen. Und daraus folgend alle, die Wasser nutzen: Wir sollten wissen, dass wir im Umgang mit der Ressource Wasser gesamtgesellschaftlich umdenken und sorgsam mit ihr umgehen müssen. Qualität und Quantität von Wasserressourcen müssen besser geschützt werden.”

Bei allen künftigen politischen Entscheidungen muss eines aber klar sein: „Wir sollten bei unseren bewährten Grundsätzen bleiben. Die Wasserversorgung ist auf Ebene der Kommunen sehr gut aufgehoben. Hier kann am besten entscheiden werden, wie Wasserver- und Abwasserentsorgung aussehen muss, um den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger und der örtlichen Wirtschaft zu entsprechen. Und hier kann auch schnell und passgenau auf lokale Versorgungsengpässe reagiert werden. Einheitliche Vorgaben aus Berlin sind dazu nicht nötig.“

Die VKU-Mitgliedsunternehmen versorgen 90 % aller Einwohner Deutschlands mit Trinkwasser und entsorgen das Abwasser von 44 %.