Schwankungen des Grundwassers • WASSER & ABWASSER

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Schwankungen des Grundwassers

Die DWA hat den The­men­band „Bach-und Fluss­au­en“ (T2/2019) ver­öf­fent­licht. Auen sind geo­mor­pho­lo­gi­sche Ele­men­te unse­rer Land­schaft, die im Zusam­men­spiel von wie­der­keh­ren-den Über­flu­tun­gen und dadurch beding­ten Schwan­kun­gen des Grund­was­sers ent­lang der Fließ­ge­wäs­ser für den Land­schafts­haus­halt von gro­ßer Bedeu­tung sind. Ins­be­son­de­re sind sie ein wich­ti­ges Regu­la­tiv im Was­ser- und Stoff­haus­halt der Gewäs­ser. Auf­grund zeit­lich und räum­lich wech­seln­der Habi­tat­be­din­gun­gen spie­len intak­te Auen zudem als Lebens­raum zahl­rei­cher Pflan­zen, Tie­re und Lebens­ge­mein­schaf­ten eine gro­ße Rol­le. Sie sind „Hot­spots“ der Bio­di­ver­si­tät.

Weil Was­ser ein Grund­ele­ment des Lebens ist, zog es den Men­schen schon seit alters her an die Gewäs­ser und in ihre Auen. Nicht nur der Was­ser­reich­tum, son­dern auch nähr­stoff­rei­che Böden, Boden­schät­ze und die Mög­lich­keit der Was­ser­kraft­nut­zung mach­ten die Auen für den Men­schen attrak­tiv. Über­mä­ßi­ge Nut­zung und resul­tie­ren­de anthro­po­ge­ne Ver­än­de­run­gen lie­ßen intak­te Auen jedoch auf einen Bruch­teil ihrer ehe­ma­li­gen Ver­brei­tung schrump­fen. Damit gin­gen wich­ti­ge Funk­tio­nen im Natur- und Was­ser­haus­halt ver­lo­ren. Ein Anlie­gen des vor­lie­gen­den The­men­ban­des ist daher, Anre­gun­gen zu geben, um die Funk­ti­ons­fä­hig­keit von Auen zu erhal­ten oder wie­der­her­zu­stel­len. Maß­geb­lich hier­für sind die hydro­lo­gi­schen und stoff­li­chen Pro­zes­se vor dem Hin­ter­grund der Nut­zungs­ge­schich­te, der Nut­zungs­an­sprü­che und aktu­el­len Nut­zun­gen.

Eine wich­ti­ge älte­re Publi­ka­ti­on zum The­ma Auen ist das DVWK-Merk­blatt 248 „Feucht­ge­bie­te - Was­ser­haus­halt und was­ser­wirt­schaft­li­che Ent­wick­lungs­kon­zep­te“ (DVWK 1998), mit den dazu­ge­hö­ri­gen Mate­ria­li­en 1/1998 (DVWK 1998), eine ande­re das Merk­blatt M 611 „Fluss und Land­schaft – Öko­lo­gi­sche Ent­wick­lungs­kon­zep­te“ (DWA 2013). In bei­den sind vie­le Aspek­te ange­spro­chen, die im vor­lie­gen­den The­men­band nur am Ran­de, zum Bei­spiel zur Hydro­lo­gie, oder aber aus­führ­li­cher, zum Bei­spiel zu kon­kre­ten bau­li­chen Maß­nah­men, auf­ge­grif­fen wer­den. Für die Bach- und Fluss­au­en eben­falls von Belang sind die Merk­blät­ter M 603 „Frei­zeit und Erho­lung an Fließ­ge­wäs­sern“ (DWA 2007) und M 607, „Alt­ge­wäs­ser“ (DWA 2010). Für die Ent­wick­lung von Gewäs­sern ent­spre­chend der Was­ser­rah­men­richt­li­nie, bei der einer­seits die Gewäs­ser­un­ter­hal­tung und ande­rer­seits die Eta­blie­rung von Ent­wick­lungs­kor­ri­do­ren - bei denen es sich im All­ge­mei­nen um bestehen­de oder zu eta­blie­ren­de Auen­flä­chen han­delt - gro­ße Bedeu­tung haben, haben die DWA im Merk­blatt M 610 (DWA 2010) und die LAWA (2018) Stan­dards geschaf­fen.

Der vor­lie­gen­de von der Arbeits­grup­pe GB-1.1 „Bach- und Fluss­au­en“ (Spre­cher: Prof. Dr. Wer­ner Konold) im Fach­aus­schuss GB-1 „Öko­lo­gie und Manage­ment von Fluss­ge­bie­ten“ (Obmann: Prof. Dr.-Ing. Tho­mas Grü­ne­baum) erar­bei­te­te The­men­band beschränkt sich auf Bach­au­en und Auen von klei­ne­ren Flüs­sen. Der Kennt­nis­stand dazu und der Umfang belast­ba­rer Unter­su­chun­gen und Ver­öf­fent­li­chun­gen sind eini­ger­ma­ßen gut über­schau­bar, um sie zusam­men­fas­send dar­zu­stel­len. Mit mög­li­chen Vor­ge­hens­wei­sen und Erfah­run­gen aus der Pra­xis ergän­zen kon­kre­te Fall­bei­spie­le mit unter­schied­li­chen Stand­ort- und Rand­be­din­gun­gen die auf­ge­führ­ten Grund­la­gen und Emp­feh­lun­gen.