Sauberes Trinkwasser und Strom für Afrika • WASSER & ABWASSER

Glückliche Gesichter nach der Inbetriebnahme einer Trinkwasserpumpe. (Bild: C. Sieber)Glückliche Gesichter nach der Inbetriebnahme einer Trinkwasserpumpe. (Bild: C. Sieber)
Sauberes Trinkwasser und Strom für Afrika

Stu­den­ti­sches Exis­tenz­grün­dungs­pro­jekt der Hoch­schu­le Karls­ru­he erleich­tert Men­schen in Afri­ka den Zugang zu Was­ser und Strom.

Mil­lio­nen von Haus­hal­ten in Ost­afri­ka haben noch immer kei­nen Zugang zu Strom und sau­be­rem Trink­was­ser. Mit dem Ein­satz von Solar­ener­gie möch­ten dies die drei Grün­der des Unter­neh­mens „Sahay Solar Engi­nee­ring“ Sebas­ti­an Zenz, Maxi­mi­li­an Span­nagel und Max Pohl in Zukunft ändern.

Jeder Mensch auf der Welt soll­te einen siche­ren Zugang zu sau­be­rem Trink­was­ser haben“, so das Cre­do der jun­gen Unter­neh­mer seit der Grün­dung im April des Vor­jahrs. Aktiv sind sie in länd­lich gepräg­ten Regio­nen Ost­afri­kas mit dezen­tra­len Ener­gie­ver­sor­gungs­sys­te­men mit­tels Solar­strom. Sie rea­li­sie­ren Solar­pro­jek­te und solar­be­trie­be­ne Trink­was­ser­brun­nen und bie­ten Bera­tungs­leis­tun­gen und Schu­lun­gen für Pro­jekt­trä­ger und loka­le Ver­ant­wort­li­che an. Mit die­sen Akti­vi­tä­ten möch­ten sie zur Ver­brei­tung der Solar­ener­gie als wesent­li­chen Bau­stein zu Ener­gie­ver­sor­gung in Afri­ka bei­tra­gen, um dadurch den Men­schen nach­hal­tig Zugang zu Strom und Was­ser zu ermög­li­chen.

Zu ihren Kun­den zäh­len inzwi­schen ins­be­son­de­re Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen und NGOs (Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen), die vor Ort in den Ziel­län­dern Ent­wick­lungs­hil­fe unter ande­rem durch die Umset­zung tech­ni­scher Pro­jek­te leis­ten. Essen­ti­el­le Grund­la­ge für jeg­li­che Ent­wick­lung ist die Bereit­stel­lung von Was­ser – und das ist auch der Fokus von Sahay Solar Engi­nee­ring. Solar­ener­gie als rege­ne­ra­ti­ve und betriebs­kos­ten­ar­me Ener­gie­quel­le kann hier­bei die Grund­la­ge für nach­hal­ti­ge und kli­ma­neu­tra­le Ver­sor­gung sein.

Mit Sebas­ti­an Zenz und Maxi­mi­li­an Span­nagel haben zwei der drei Grün­der bereits den Bache­lor­ab­schluss im Wirtschafts­ingenieurwesen der Hoch­schu­le Karls­ru­he „in der Tasche“ und set­zen der­zeit ihr Stu­di­um im dor­ti­gen Mas­ter­stu­di­en­gang Tech­no­lo­gie-Entre­pre­neurship fort. „Für die­sen Stu­di­en­gang haben wir uns ent­schie­den“, so die bei­den, „um Erfah­run­gen und Hil­fe­stel­lun­gen zu Unter­neh­mens­grün­dung und Unter­neh­mer­tum zu bekom­men und uns best­mög­lich auf unse­re Selbst­stän­dig­keit vor­zu­be­rei­ten.“

Durch die Hoch­schu­le erfreu­en wir uns neben dem Mas­ter­stu­di­um auch über gro­ße Unter­stüt­zung von ande­rer Sei­te, bei­spiels­wei­se durch die Pres­se­ab­tei­lung, die Vi­deoredaktion oder durch das Grün­der-Labor (G-Lab), das Grün­dungs­pro­jek­te an der Hoch­schu­le beglei­tet“, so Sebas­ti­an Zenz. „Das G-Lab unter­stützt uns regel­mä­ßig durch die Ver­mitt­lung von Kon­tak­ten, gegen­sei­ti­gem Infor­ma­ti­ons­aus­tausch und auch Räum­lich­kei­ten, sodass wir zunächst den Co-Working­space der Hoch­schu­le und nun Räu­me im open­FUX im Alten Schlacht­hof nut­zen kön­nen“, ergänzt Maxi­mi­li­an Span­nagel.

In den Vor­le­sun­gen des nach­fol­gen­den Jahr­gangs des Mas­ter­stu­di­en­gangs Tech­no­lo­gie-Entre­pre­neurship stel­len sie nun ihr Unter­neh­men und des­sen Pro­jek­te vor und geben so den neu­en Stu­die­ren­den ihre Erfah­run­gen aus der Pra­xis wei­ter. Den guten Kon­takt zur Hoch­schu­le möch­ten sie auch in Zukunft wei­ter pfle­gen und neue Pro­jek­te gemein­sam initi­ie­ren und durch­füh­ren.