Ölschadenbekämpfung auf Gewässern • WASSER & ABWASSER

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Ölschadenbekämpfung auf Gewässern

Die Deut­sche Ver­ei­ni­gung für Was­ser­wirt­schaft, Abwas­ser und Abfall e. V. (DWA) hat das Merk­blatt M 720-1 „Ölscha­den­be­kämp­fung auf Gewäs­sern – Teil 1: Ölsper­ren“ ver­öf­fent­licht.

Bei Unfäl­len mit Mineralöl/Mineralölprodukten auf Gewäs­sern kommt der Gefah­ren­ab­wehr und Scha­dens­be­gren­zung eine beson­de­re Bedeu­tung zu. Ölsper­ren sol­len die Aus­brei­tung und Ver­drif­tung von Ölen und Ölpro­duk­ten begren­zen und damit deren mög­lichst schad­lo­se Samm­lung und Besei­ti­gung ermög­li­chen. Hier­zu müs­sen sie bestimm­te Anfor­de­run­gen bezüg­lich Funk­ti­ons­wei­se, Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten und Hand­hab­bar­keit in den jewei­li­gen Ein­satz­be­rei­chen erfül­len. Der sach­ge­rech­te Ein­satz von Ölsper­ren und Ölauf­nah­me­ge­rä­ten ist dabei ent­schei­dend für den Ein­satz­er­folg.

Zu die­sem The­ma ist eine drei­tei­li­ge Merk­blatt­rei­he geplant, deren ers­ter Teil nun­mehr fer­tig­ge­stellt wur­de:

  • M 720-1: Ölsper­ren
  • M 720-2: Ölauf­nah­me­ge­rä­te
  • M 720-3: Ein­satz­pla­nung

Das Merk­blatt M 720-1 soll den mit der The­ma­tik befass­ten Per­so­nen eine fach­lich fun­dier­te, aber trotz­dem ein­fa­che Ent­schei­dungs­hil­fe für die Beschaf­fung von Ölsper­ren und Hin­wei­se für deren prak­ti­schen Ein­satz geben. Es wer­den ins­be­son­de­re die ver­schie­de­nen Arten von Ölsper­ren beschrie­ben, die theo­re­ti­schen phy­si­ka­li­schen Grund­la­gen dar­ge­legt, Hin­wei­se für den Ein­satz von Ölsper­ren gege­ben sowie Anfor­de­run­gen an Ölsper­ren auf­ge­zeigt. Der Zusam­men­hang zwi­schen den phy­si­ka­li­schen Grund­la­gen für die Anwen­dung der Gerä­te und deren Anwen­dung und Ein­satz ist für die Anwen­der in einem ver­ständ­li­chen Umfang – teil­wei­se ver­ein­facht – dar­ge­stellt.

Das Merk­blatt wur­de von der Arbeits­grup­pe IG-7.2 „Gerät­schaf­ten für Gewäs­ser“ (Spre­cher: Dipl.-Ing. Bernd Lin­dow) im Fach­aus­schuss IG-7 „Gerät­schaf­ten und Mit­tel zur Abwehr von Gewäs­ser­ge­fähr­dun­gen (GMAG)“ erar­bei­tet und rich­tet sich ins­be­son­de­re an Was­ser­be­hör­den, alle Behörden/Institutionen und Ein­satz­kräf­te im Bereich der Gefah­ren­ab­wehr, an die Beschaf­fungs­stel­len, die von die­ser The­ma­tik betrof­fen sind, sowie an die Her­stel­ler von Ölsper­ren.