Neue Leitung des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0 • WASSER & ABWASSER

Festo: Dr. Frank Melzer übernimmt die Leitung des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0Bild: Festo
Neue Leitung des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0

Festo Vor­stand Dr. Frank Mel­zer über­nimmt die Lei­tung des Len­kungs­krei­ses der Platt­form Indus­trie 4.0 für die Digi­ta­li­sie­rung der Wirt­schaft in Deutsch­land. Er löst damit SAP-Vor­stands­mit­glied Bernd Leu­kert ab. Die Staf­fel­über­ga­be fand am 4. Dezem­ber 2018 auf dem Digi­tal-Gip­fel in Nürn­berg statt.

Ich freue mich dar­auf, den Vor­sitz zu über­neh­men und möch­te mich bei Herrn Leu­kert für die erfolg­rei­che Arbeit der ver­gan­ge­nen zwei Jah­re bedan­ken. Er hat den Len­kungs­kreis enga­giert geführt und beson­ders durch die För­de­rung und Umset­zung inno­va­ti­ver Test­zen­tren für Unter­neh­men wesent­lich zum Erfolg der Platt­form beigetragen.„In mei­ner Amts­zeit möch­te ich den Fokus auf die Tech­no­lo­gie­ent­wick­lung legen. Ins­be­son­de­re die Wei­ter­ent­wick­lung dezen­tra­ler, auto­no­mer Sys­te­me und künst­li­cher Intel­li­genz, die uns her­vor­ra­gen­de Werk­zeu­ge lie­fern, um künf­tig indus­tri­el­le Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se zu opti­mie­ren. Ein wei­te­rer Schwer­punkt wird die Qua­li­fi­zie­rung und Wei­ter­bil­dung von Fach­kräf­ten sein. Denn die Digi­ta­li­sie­rung treibt den Kom­pe­tenz­wan­del in unse­rer Gesell­schaft schnel­ler vor­an als jede indus­tri­el­le Ver­än­de­rung zuvor.“

Festo Vor­stand Dr. Frank Mel­zer

Plattform Industrie 4.0

Bereits seit der Grün­dung der Platt­form Indus­trie 4.0 enga­giert sich Festo im For­schungs­bei­rat und in meh­re­ren Arbeits­grup­pen. Die Exper­ten brin­gen sich vor allem bei den The­men Refe­renz­ar­chi­tek­tu­ren, Stan­dards, Sicher­heit ver­netz­ter Sys­te­me und Qua­li­fi­zie­rung ein.

Verwaltungsschale für Industrie 4.0

Unter ande­rem war Dr. Micha­el Hoff­meis­ter, Exe­cu­ti­ve Expert im Bereich Digi­tal Busi­ness bei Festo, in der Arbeits­grup­pe „Refe­renz­ar­chi­tek­tu­ren, Stan­dards und Nor­mung“ der Platt­form Indus­trie 4.0 maß­geb­lich am Kon­zept der Ver­wal­tungs­scha­le betei­ligt. Dazu wur­de auf der SPS IPC Dri­ves Mes­se in Nürn­berg Ende Novem­ber das Papier „Details of the Admi­nis­tra­ti­on Shell“ her­aus­ge­ge­ben. Die Ver­wal­tungs­scha­le ist für Indus­trie 4.0 so wich­tig, da sie die Gerä­te und ande­re Assets abs­tra­hiert und ermög­licht, auf deren Daten und sons­ti­ge Funk­tio­na­li­tä­ten auf ein­heit­li­che und kon­trol­lier­te Art und Wei­se zuzu­grei­fen. Ein Asset kann ein ein­zel­ner Sen­sor, aber auch eine kom­plet­te Pro­duk­ti­ons­li­nie sein. Die Ver­wal­tungs­scha­le beschreibt das Asset über Teil­mo­del­le, die sich ergän­zen. Jedes Teil­mo­dell stellt jeweils einen bestimm­ten Aspekt dar, wie zum Bei­spiel Doku­men­ta­ti­on oder tech­ni­sche Daten.

Die Plattform Industrie 4.0

Die Platt­form Indus­trie 4.0 ist das zen­tra­le Netz­werk in Deutsch­land, um die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on in der Pro­duk­ti­on vor­an­zu­brin­gen. Im Schul­ter­schluss zwi­schen Poli­tik, Wirt­schaft, Wis­sen­schaft, Gewerk­schaf­ten und Ver­bän­den wir­ken über 300 Akteu­re aus über 150 Orga­ni­sa­tio­nen aktiv in der Platt­form mit. Die Platt­form als eines der größ­ten inter­na­tio­na­len und natio­na­len Netz­wer­ke unter­stützt deut­sche Unter­neh­men – ins­be­son­de­re den Mit­tel­stand – dabei, Indus­trie 4.0 zu imple­men­tie­ren, ins­be­son­de­re indem sie exis­tie­ren­de Indus­trie 4.0-Praxisbeispiele bei Unter­neh­men bekannt macht und in die Flä­che trägt. Zudem gibt sie mit kon­kre­ten Hand­lungs­emp­feh­lun­gen wich­ti­ge Impul­se und ver­weist auf Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te und Test­um­ge­bun­gen. Die zahl­rei­chen inter­na­tio­na­len Koope­ra­tio­nen der Platt­form unter­strei­chen ihre star­ke Rol­le in den inter­na­tio­na­len Dis­kus­sio­nen rund um das The­ma Indus­trie 4.0.

Digital-Gipfel

Der Digi­tal-Gip­fel des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft und Ener­gie (BMWi) wid­met sich ein­mal im Jahr Ide­en, Auf­ga­ben und Kon­zep­ten, um den Stand­ort Deutsch­land für die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on zu stär­ken. Der dies­jäh­ri­ge Gip­fel am 3. und 4. Dezem­ber in Nürn­berg stand unter dem Mot­to „Künst­li­che Intel­li­genz – ein Schlüs­sel für Wachs­tum und Wohl­stand“. Ver­tre­ter aus Poli­tik, Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Leh­re dis­ku­tier­ten über die Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen der Digi­ta­li­sie­rung. Bis 2017 hieß der Digi­tal-Gip­fel noch Natio­na­ler IT-Gip­fel. Der neue Titel trägt dem Umstand Rech­nung, dass die Digi­ta­li­sie­rung Anbie­ter- und Anwen­der­sei­te betrifft, von der Indus­trie 4.0 bis zur Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft.