Modernisierung des brasilianischen Wassernetzes • WASSER & ABWASSER

Modernisierung des brasilianischen Wassernetzes

Brasilien will bis 2030 allen Bürgern den zuverlässigen Zugang zu aufbereitetem Wasser garantieren. Aus diesem Grund hat Sabesp, Wasserversorger des bevölkerungsreichsten brasilianischen Bundesstaats São Paulo, seit 2009 schon rund €950 Millionen investiert. Ziel ist es, das Wassernetz zu modernisieren und dadurch vor allem Wasserverluste konsequent zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Unternehmen nun 700 Kilometer des Netzes mit Polyethylen-Rohrleitungen von GF Piping Systems ausgestattet.

 

Wasserverluste sind ein Problem, mit dem Wasserversorger auf der ganzen Welt umgehen müssen. Schätzungen zufolge liegen sie weltweit bei 126 Milliarden Kubikmeter und 39 Milliarden US-Dollar im Jahr. Unterschieden wird dabei zwischen kommerziellen und physischen Wasserverlusten. Unter kommerziellen Verlusten versteht man strukturelle Probleme bei den Versorgern selbst. Auslöser sind zum Beispiel ein fehlender Überblick des Wassernetzes, bedingt durch unzureichende Wasserzähler oder ein Mangel an Daten für die Rechnungsstellung. Gleichzeitig zählen aber auch Probleme wie Korruption oder Diebstahl dazu. Unter physischen Verlusten versteht man hingegen technische Probleme mit dem Wassernetz selbst. Hier geht es zum Beispiel um Druckmanagement oder um Leckagen, die durch Faktoren wie Alter und Beschaffenheit der Rohrleitungen verursacht werden.

 

Im Zuge seiner Bemühungen, die physischen Wasserverluste im Bundesstaat São Paulo zu verringern, steht der Versorger Sabesp vor einer großen Herausforderung: Das viertgrößte Versorgungsunternehmen der Welt ist für ein Wassernetz mit einer Gesamtlänge von 88.000 Kilometern verantwortlich, das insgesamt 28 Millionen in der Regionen mit Wasser versorgt. Um das Netz so effizient wie möglich zu aufzurüsten, setzt Sabesp zum einen auf eine verbesserte Leckageerkennung und modernes Druckmanagement. Der Fokus liegt jedoch auf der Infrastruktur selbst und der Installation neuer Rohre.

 

Sabesp entscheidet sich für Polyethylen-Lösungen

Aufgrund der enormen Größe des Wassernetzes in São Paulo, sucht Sabesp nicht nur nach technischen Lösungen, mit denen sie Wasserverluste erfolgreich bekämpfen können, sondern die sich auch schnell und kosteneffizient installieren lassen. Schließlich wird der Versorger bei dem brasilianischen Unternehmen FGS fündig. FGS ist ein Tochterunternehmen von GF Piping Systems, dem Schweizer Experten für Rohrleitungssystemen aus Kunststoff. Mit der ELGEF Plus Produktfamilie bieten FGS und GF Piping Systems eine breite Palette von Polyethylen-Druckrohrleitungssystemen an, welche die Anforderungen in São Paulo erfüllen können. Daher entscheidet sich Sabesp dazu, 2021 Rohre auf einer Gesamtstrecke von 700 Kilometer des Wassernetzes durch ELGEF Plus Komponenten zu ersetzen.

 

Das EGEF Plus System ist zum einen aufgrund seiner Konstruktionsweise den alten Rohrleitungen überlegen. Aus Polyethylen gefertigt, ist es korrosionsfrei und chemikalienbeständig, was zu einer längeren Lebensdauer führt als bei vergleichbaren System aus Metall. Für Sabesp bedeutet das auch, dass die neuen Komponenten kaum gewartet werden müssen und somit Kosten eingespart werden können – gerade bei einem sehr großen Wassernetz ein entscheidender Vorteil. Gleichzeitig resultiert die Kunststoffbauweise in einem geringeren Gewicht als Metall, was den Transport, aber auch das Handling und die Installation vor Ort erleichtert. Vor allem bietet die ELGEF Plus Produktfamilie eine hohe Flexibilität: Sie ist modular aufgebaut, sodass alle Komponenten beliebig miteinander kombiniert werden können. Zusätzlich ermöglicht das Elektroschweißverfahren eine flexible Positionierung von Abzweigungen und Anschlüssen, was insbesondere in Großstädten wie São Paulo wichtig ist.

 

Grabenlose Technologie ermöglicht schnelle und einfache Installation

Die Stadt São Paulo hält jedoch noch eine weitere Herausforderung bereit – hier ist es nicht möglich, Gräben für die Verlegung der neuen Rohre zu öffnen, zudem gibt es ein sehr hohes Verkehrsaufkommen, das durch lange Installationszeiten massiv gestört werden könnte. Hier können die gewählten ELGEF Plus Komponenten durch ihre grabenlose Verlegungstechnologie punkten, bei der nur kleine Baustellen nötig sind, um die alten Rohre zu ersetzen. Die nötigen Verbindungsteile und Spezialwerkzeuge wie Elektroschweißgeräte kommen dabei ebenfalls von GF Piping Systems und FGS.