Mehr Unwetter – höhere Schäden • WASSER & ABWASSER

Mehr Unwetter – höhere Schäden

Immer wieder versinken Städte und ganze Landstriche. Harmlose Bäche und Flüsse werden zu reißenden Strömen. Wassermassen zerstören ganze Städte – wie im letzten Sommer bei der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal. Gigantische Regenwasser-Massen sind in den vergangenen Jahren vor allem auch zu einem Sommerphänomen geworden.

Die Risiken und Ursachen, insbesondere aber die Gefahren und effektive Lösungen für die Baupraxis untersucht eine aktuelle Studie: „Starkregen und urbane Sturzfluten – Agenda 2030“ Wissenschaftler der TU Kaiserslautern haben – auf Basis von Untersuchungen der Universität der Bundeswehr in München – in ihrer Studie ermittelt, was passieren muss, um Deutschland an den Klimawandel anzupassen.

Im Fokus der Studie stehen effiziente Hochwasser-Schutzkonzepte – darunter ein kommunales Starkregen-Management. Die Sturzflut-Studie wird vorgestellt bei einer

Pressekonferenz auf der IFAT in München

am Montag, 30. Mai 2022 – 12.30 bis 13.30 Uhr

ab 12.00 Uhr BAU-Lunch als PK-Snack mit der Option auf Vorab-O-Töne und Interviews

Messe München | Messegelände | 81823 München Konferenzraum B32 | zwischen den Hallen B3 und A3 – 1. OG.

Den Risiko-Status, die Prognose von Hochwasser-Gefahren und effektive Schutzkonzepte stellen die Studienautoren auf der Pressekonferenz vor:

Prof. Dr.-Ing. Theo G. Schmitt | Technische Universität Kaiserslautern

Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert | Institut für Wasserwesen der Universität der Bundeswehr in München

Die Wissenschaftler erläutern, was notwendig ist, um Schäden bei künftigen Hochwasserwellen zu verringern. Auf der Pressekonferenz geht es insbesondere auch um diese Fragen:

Wie ist Deutschland auf Sturzfluten vorbereitet?

Wie steht es um das Regenwasser-Management, um den Schutz von Menschen, Gebäuden, Infrastruktur und Verkehr?

Was kann, was muss politisch getan werden, um das Schlimmste bei Extremwetterlagen zu verhindern?

Wann kommt der Starkregen?

Wo liegen die Risikogebiete – welche Starkregen-Gefahr besteht für welches Bundesland?

Wie können die Menschen besser vor Sturzfluten geschützt werden?  Welche Vorwarnzeiten gibt es – welche Informationen können Grundstückseigentümern gegeben werden?

Was müssen Städte und Gemeinden tun?

Mit welchen Vorsorgemaßnahmen können sich Hauseigentümer präparieren?

Ein Fazit der Studie „Starkregen und urbane Sturzfluten – Agenda 2030“: Es wird seit Jahren deutlich zu wenig getan, um Überflutungsschäden zu vermeiden. Die Studie gibt dazu eine klare politische Botschaft: Betroffene Städte und Gemeinden sollen verpflichtet werden, Gefahren- und Risiko-Karten zu erstellen. Auf denen müsse Straße für Straße gekennzeichnet werden, wie hoch die Überschwemmungsgefahr für die Anlieger ist. Es gehe darum, die Städte „wassersensibel zu entwickeln“. Auch ein bundesweit funktionierendes Frühwarn- und Informationssystem sei notwendig.

„Es bringt nichts, die Menschen hier weiter im Ungewissen zu lassen. Dafür ist die Gefahr, die vom Starkregen mittlerweile ausgeht, viel zu hoch: von enormen Milliarden-Schäden an Gebäuden und Infrastruktur bis zum Verlust von Menschenleben. Und diese Gefahr ist bislang von Jahr zu Jahr größer geworden“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Theo Schmitt von der TU Kaiserslautern.

Aber: Bauherren haben die Chance, ihr Haus „Starkregen-sicher“ zu bauen. Und Hauseigentümer können sich mit einer Fülle von effektiven Maßnahmen am und rund ums Haus präparieren, um sich vor einer Überflutung zu schützen. Die Wissenschaftler haben die Schwachstellen von Gebäuden beim Starkregen untersucht. Und sie präsentieren ein optimal „Starkregen-geschütztes Musterhaus“ – von der Dachbegrünung zur Zurückhaltung und Verdunstung von Wasser über Regenbassins und oberirdische Sammelflächen bis zur idealen Funktion von Kellereingängen und Kellerschächten.

Es werde höchste Zeit, ein bundesweites Regenwasser-Management zu etablieren. Gefordert seien hier – neben privaten Bauherren und Hauseigentümern – vor allem Bund, Länder und insbesondere auch Kommunen, so Prof. Dr. Wolfgang Günthert von der Universität der Bundeswehr in München.

Er kündigte an, dazu auf der Pressekonferenz konkrete Forderungen zu präsentieren. Die Studie „Starkregen und urbane Sturzfluten – Agenda 2030“ wurde von der Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“ in Auftrag gegeben. Gemeinsam mit der Initiative wird auch der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) bei der Studienpräsentation dabei sein. Anmeldung zur Presse-Konferenz Liebe Redaktion, bitte melden Sie sich kurz zur PK „Starkregen und urbane Sturzfluten – Agenda 2030“ an.