Innovative Wasserbehandlung im Trend • WASSER & ABWASSER

Die Ionenaustauscher des Spezialchemie-Konzerns Lanxess leisten beispielsweise einen wichtigen Beitrag zur industriellen Wasseraufbereitung, für die Aufbereitung von Trinkwasser sowie zur Herstellung von Höchstreinwasser. (Bild: Lanxess)Die Ionenaustauscher des Spezialchemie-Konzerns Lanxess leisten beispielsweise einen wichtigen Beitrag zur industriellen Wasseraufbereitung, für die Aufbereitung von Trinkwasser sowie zur Herstellung von Höchstreinwasser. (Bild: Lanxess)
Innovative Wasserbehandlung im Trend

Inno­va­ti­ve Lösun­gen für die Was­ser­be­hand­lung gewin­nen zuneh­mend an Bedeu­tung, um ver­ant­wor­tungs­voll mit die­ser Res­sour­ce umzu­ge­hen. Dazu kann Lan­xess in allen Anwen­dungs­be­rei­chen wert­vol­le Bei­trä­ge leis­ten“, betont Alex­an­der Scheff­ler, Lei­ter Mar­ke­ting im Geschäfts­be­reich Liquid Puri­fi­ca­ti­on Tech­no­lo­gies (LPT) von Lan­xess .

Auf der inter­na­tio­na­len Fach­mes­se Aqua­tech, die vom 5. bis zum 8. Novem­ber 2019 im nie­der­län­di­schen Ams­ter­dam statt­fin­det, stellt der Spe­zi­al­che­mie-Kon­zern Lan­xess sein umfas­sen­des Pro­dukt- und Ser­vice­an­ge­bot rund um Pro­zess-, Trink- und Abwas­ser vor. Oft kommt es dabei ent­schei­dend auf eine pass­ge­naue Aus­wahl von Pro­duk­ten und Tech­no­lo­gi­en an. In vie­len Fäl­len führt erst die intel­li­gen­te Kom­bi­na­ti­on meh­re­rer Tech­no­lo­gi­en zu opti­ma­len Ergeb­nis­sen. Das Unter­neh­men ver­fügt dafür über lang­jäh­ri­ge, gebün­del­te Exper­ti­se in den Berei­chen Ionen­aus­tausch und Adsor­ber, Umkehr­os­mo­se sowie Ultra­fil­tra­ti­on.

Aktu­el­le Trends wie die Elek­tro­mo­bi­li­tät geben dem Geschäft von LPT zusätz­li­che Impul­se: „Jüngst imple­men­tier­te Ver­bes­se­run­gen von Ver­fah­rens­tech­nik und Pro­zess­ef­fi­zi­enz bei der Pro­duk­ti­on von Ionen­aus­tau­scher­har­zen in Lever­ku­sen tra­gen bereits Früch­te. Dank der resul­tie­ren­den Kapa­zi­täts­stei­ge­rung kön­nen wir der in letz­ter Zeit gestie­ge­nen Nach­fra­ge zum Bei­spiel aus der Bat­te­rie­in­dus­trie erfolg­reich begeg­nen“, erläu­tert Scheff­ler. Eben­falls im Lever­ku­se­ner Betrieb wer­den auch zahl­rei­che Ionen­aus­tau­scher­har­ze aus der Pro­dukt­pa­let­te Lewa­tit zum Ein­satz in der Lebens­mit­tel­in­dus­trie pro­du­ziert.

High Performance (HP)-Membranelemente für die Umkehrosmose erfolgreich im Markt

Die kürz­lich im Markt ein­ge­führ­te Rei­he von Lewa­b­ra­ne High Per­for­mance (HP-)Membranelementen für die ener­gie­ef­fi­zi­en­te Brack­was­ser­auf­be­rei­tung hat sich bereits gut eta­bliert. Auf der Grund­la­ge einer opti­mier­ten Mem­bran­struk­tur bie­ten sie, ver­gli­chen mit Stan­dard­ele­men­ten, höhe­ren Rück­halt bei gleich­zei­tig höhe­rem Fluss. „Gera­de im kon­ser­va­ti­ven euro­päi­schen Markt ver­zeich­nen wir eine sehr erfreu­li­che Nach­fra­ge“, erläu­tert Scheff­ler. Auch ins­ge­samt ist er mit der Markt­ent­wick­lung für Umkehr­os­mo­seele­men­te zufrie­den und blickt zuver­sicht­lich in die Zukunft.

Welch gro­ße Bedeu­tung Lan­xess der Umkehr­os­mo­se spe­zi­ell für die Abwas­ser­auf­be­rei­tung zumisst, bringt auch die Betei­li­gung des Unter­neh­mens am inter­dis­zi­pli­nä­ren Mul­ti-ReU­se-For­schungs­pro­jekt zum Aus­druck. Ein Ziel in die­sem Rah­men ist es, durch geeig­ne­te Maß­nah­men Fouling zu mini­mie­ren und somit einen lang­fris­tig sta­bi­len Betrieb sicher­zu­stel­len. Eben­so wur­de im Pro­jekt gezeigt, dass Mikro­schad­stof­fe wie Pflan­zen­schutz­mit­tel, Phar­ma­zeu­ti­ka oder Kon­trast­mit­tel sicher durch Umkehr­os­mo­se abge­trennt wer­den.

Auf der Grund­la­ge einer im Jah­re 2018 ver­ein­bar­ten Ver­triebs­part­ner­schaft mit der fran­zö­si­schen Poly­mem SA hat die Fir­ma sein Port­fo­lio zur Was­ser­be­hand­lung um Ultra­fil­tra­ti­ons­ele­men­te der Mar­ke Giga­mem ergänzt. Aus die­ser Koope­ra­ti­on ent­stan­de­ne, ers­te Pro­jek­te sind im Mit­tel­meer­raum erfolg­reich ange­lau­fen.

Umkehrosmose und Ionenaustausch Hand in Hand

Die Kom­bi­na­ti­on aus Umkehr­os­mo­se und Ionen­aus­tausch erschließt Ein­satz­ge­bie­te der Was­ser­auf­be­rei­tung, denen eine ein­zel­ne Tech­no­lo­gie nicht gewach­sen wäre. So gelingt die Auf­kon­zen­tra­ti­on von Schwei­ne­gül­le nach einem initia­len Fil­tra­ti­ons­schritt durch Umkehr­os­mo­se. Das stark basi­sche Per­me­at kann sodann mit einem Kat­io­nen­aus­tau­scher von Ammo­ni­um­io­nen befreit und das sau­re Medi­um nach­fol­gend mit einem Misch­bett­aus­tau­scher neu­tra­li­siert wer­den. Das so gerei­nig­te Was­ser kann in der Regel direkt in Ober­flä­chen­ge­wäs­ser ein­ge­lei­tet wer­den. Die­ses Ver­fah­ren wird in den Bene­lux-Staa­ten bereits erfolg­reich ein­ge­setzt.

Bei der Aus­le­gung der­ar­ti­ger kom­bi­nier­ter Anla­gen mit der von Lan­xess ent­wi­ckel­ten Soft­ware LewaP­lus steht in der aktu­el­len Ver­si­on nun auch für den Ionen­aus­tausch ein Kos­ten­mo­dul zur Ver­fü­gung, sodass – in Kom­bi­na­ti­on mit der inte­grier­ten Kos­ten­er­mitt­lung für die Umkehr­os­mo­se – die gesam­ten Inves­ti­ti­ons- und Betriebs­kos­ten kom­for­ta­bel abge­schätzt wer­den kön­nen.

Arsenentfernung aus Trink- und Abwasser

Die Ver­un­rei­ni­gung mit Arsen zählt zu den gefähr­lichs­ten Belas­tun­gen des Trink­was­sers. In vie­len Regio­nen der USA, Süd­ame­ri­kas und Asi­ens kom­men im Grund­was­ser zum Teil sehr hohe Arsen-Kon­zen­tra­tio­nen vor. Auch in Euro­pa, zum Bei­spiel in Groß­bri­tan­ni­en, tre­ten über­höh­te Arsen­wer­te auf. Der Kon­zern bie­tet mit Eisen­oxidad­sor­bern der Mar­ke Bayoxi­de eine effi­zi­en­te Tech­no­lo­gie zur Ent­fer­nung von Arsen aus Trink- und Abwas­ser. Kern des Bayoxi­de-Sys­tems ist ein Fest­bett aus Eisen­oxid-Gra­nu­lat. Das Gra­nu­lat besitzt fein struk­tu­rier­te Ober­flä­chen, die die Schad­stof­fe adsor­bie­ren, wenn es vom belas­te­ten Was­ser durch­strömt wird.