Gegen Plastikverschmutzung in Gewässern • WASSER & ABWASSER

Sportfix Clean sammelt ausgetragenes Mikroplastik am Rand von Kunstrasenbelägen und hält es dauerhaft zurück. (Bild: Hauraton)Sportfix Clean sammelt ausgetragenes Mikroplastik am Rand von Kunstrasenbelägen und hält es dauerhaft zurück. (Bild: Hauraton)
Gegen Plastikverschmutzung in Gewässern

Die FSB, welt­wei­te Leit­mes­se für urba­ne Lebens­räu­me, bewegt wie­der die Bran­che mit span­nen­den Trends und Ange­bo­ten für Sport- und Bewe­gungs­ein­rich­tun­gen. Auch Hau­ra­ton ist in Köln vor Ort mit Neu­ig­kei­ten für natio­na­le und inter­na­tio­na­le Markt­part­ner aus Archi­tek­tur, Kom­mu­ne, Sport und Ver­ei­nen. Denn Hau­ra­ton hat sich einer glo­ba­len Her­aus­for­de­rung unse­rer Zeit gestellt – dem Kampf gegen Mikro­plas­tik in Gewäs­sern. Nach jah­re­lan­ger For­schungs- und Ent­wick­lungs­ar­beit hat das badi­sche Unter­neh­men 2019 Sport­fix Clean auf den Markt gebracht. Mit die­ser neu­ar­ti­gen Lösung wer­den Mikro­par­ti­kel von Kunst­ra­sen erfolg­reich gefil­tert, bevor sie in Gewäs­ser und Nah­rungs­kreis­lauf gelan­gen kön­nen. Für die­se Leis­tung erhielt Hau­ra­ton kürz­lich den baden-würt­tem­ber­gi­schen Umwelt­tech­nik­preis 2019. FSB-Besu­cher kön­nen sich auf der Mes­se Köln umfas­send bei den Exper­ten von Hau­ra­ton über die Lösung infor­mie­ren und auch im Rah­men von geführ­ten Mes­se-Tou­ren eine Sta­ti­on am Hau­ra­ton-Mes­se­stand Nr. B028C029 in Hal­le 10.2 ein­le­gen.

Sport­fix Clean packt das Pro­blem Mikro­plas­tik bei einem der gro­ßen Ver­ur­sa­cher an: Kunst­ra­sen auf Sport­plät­zen. Die­ser sorgt zwar für her­vor­ra­gend zu bespie­len­de Flä­chen. Doch durch die Nut­zung und beim Ent­wäs­sern spü­len Nie­der­schlä­ge und Ober­flä­chen­was­ser Mikro­plas­tik aus. Dem begeg­net Hau­ra­ton mit ver­ant­wor­tungs­vol­ler Umwelt­tech­no­lo­gie – Fil­tern und Zurück­hal­ten von Mikro­plas­tik­par­ti­keln als siche­rer und abso­lut wir­kungs­vol­ler Lösung. Im Ent­wäs­se­rungs­sys­tem und Rin­nen­fil­ter Sportfix®Clean mit dem Fil­ter­sub­strat Car­bo­tec 60 wer­den Par­ti­kel mit kleins­ten Korn­grö­ßen von bis zu 0,45 µm (0,00045 mm) zuver­läs­sig her­aus­ge­fil­tert.

Globaler Bedarf

Dies ist des­halb von hoher Rele­vanz, weil Sport­plät­ze welt­weit zuneh­mend mit Kunst­ra­sen­be­lä­gen aus­ge­stat­tet wer­den. Die syn­the­ti­schen Belä­ge sind sehr robust, benö­ti­gen deut­lich weni­ger Pfle­ge als Natur­ra­sen und bie­ten hohe Qua­li­täts­stan­dards für die Sicher­heit der Sport­ler. Spiel­ei­gen­schaf­ten wie etwa das Ball­roll­ver­hal­ten kom­men bei moder­nen Belä­gen dem natür­li­chen Spiel­ra­sen sehr nahe. Die hohe Nut­zungs­dau­er von cir­ca 1.700 Stun­den pro Jahr gegen­über 400 bis 800 Stun­den bei Natur­ra­sen, eine Lebens­dau­er von min­des­tens zehn Jah­ren und stark redu­zier­ter Pfle­ge­auf­wand spre­chen ein­deu­tig für Kunst­ra­sen­be­lä­ge.

Mechanischer Abrieb erzeugt winzige Kunststoffpartikel

Kunst­ra­sen­be­lä­ge sind eine Art Kunst­stoff­tep­pich. Beim Bespie­len der Flä­chen sind sowohl das EPDM-Gra­nu­lat (Infill-Mate­ri­al beim ver­füll­ten Kunst­ra­sen) als auch die syn­the­ti­schen Gras­fa­sern wie­der­keh­ren­den Belas­tun­gen aus­ge­setzt. Durch den mecha­ni­schen Abrieb auf­grund hoher Tritt­be­las­tun­gen – so etwa beim Fuß­ball oder Rug­by – lösen sich win­zi­ge Par­ti­kel oder Gras­hal­me bre­chen ab. Die Aus­trags­men­gen betra­gen bei moder­nen Plät­zen pro Jahr 250 bis 300 kg. Es ist zu ver­hin­dern, dass die aus­ge­tra­ge­nen Teil­chen nicht mit dem anfal­len­den Nie­der­schlags­was­ser oder mit Rei­ni­gungs­ab­wäs­sern in den natür­li­chen Was­ser­kreis­lauf und damit letzt­lich in die Nah­rungs­ket­te gelan­gen. Dass Mikro­plas­tik, das sich heu­te schon in gro­ßen Men­gen in den Welt­mee­ren befin­det, schon in unse­ren Nah­rungs­kreis­lauf Ein­zug gehal­ten hat, bewei­sen For­schun­gen der letz­ten Jah­re. Die Fol­gen für die Gesund­heit sind bis­her nicht abseh­bar. Um zu ver­hin­dern, dass Kunst­stoff­par­ti­kel über­haupt in Gewäs­ser gelan­gen, muss gesam­mel­tes Ober­flä­chen­was­ser vor der Wei­ter­lei­tung gefil­tert wer­den.

Oberflächenfiltration hält kleinste Partikel zurück

Eine ein­fa­che, aber außer­or­dent­lich wir­kungs­vol­le Lösung bie­ten die Sport­fix Clean Rin­nen. Nicht nur vom Spiel­feld abflie­ßen­des und mit Mikro­plas­tik belas­te­tes Ober­flä­chen­was­ser, son­dern auch grö­ße­re, wäh­rend des Spiel­be­triebs zum Feld­rand trans­por­tier­te Mikro­plas­tik­tei­le wer­den ent­lang des Plat­zes sicher erfasst. Im Rin­nen­strang wird das Was­ser gesam­melt und abge­lei­tet. Wäh­rend­des­sen wird es durch den Rin­nen­fil­ter geführt und gefil­tert. Das ver­wen­de­te Fil­ter­sub­strat Car­bo­tec 60 ist in der Lage, feins­te Teil­chen von Korn­grö­ßen bis zu 0,45 µm dau­er­haft zurück­zu­hal­ten.

Große Wartungsintervalle als Sicherheit für Betreiber

Die­ser Rin­nen­fil­ter funk­tio­niert nach dem Prin­zip der Ober­flä­chen­fil­tra­ti­on. Damit arbei­tet er gleich zwei­fach effek­tiv: An der Fil­terober­flä­che wer­den nicht nur Kunst­stoff­teil­chen zurück­ge­hal­ten, son­dern auch Schad­stof­fe wie Schwer­me­tal­le oder Koh­len­was­ser­stof­fe; Das Sys­tem arbei­tet nach­weis­bar über sehr lan­ge Zeit­räu­me abso­lut zuver­läs­sig. Lang­fris­ti­ge War­tungs­in­ter­val­le und ein­fa­che Rei­ni­gung stel­len wei­te­re Vor­tei­le dar: Nach vie­len Jah­ren der Nut­zung bil­det sich an der Fil­terober­flä­che ein soge­nann­ter Fil­terku­chen. Die­ser wird bei einer War­tung abge­schält und ledig­lich das dabei ent­fern­te Fil­ter­sub­strat wird wie­der auf­ge­füllt.

Partikelfangelemente einsetzen und Schnee filtern

Um den Aus­trag im Umfeld eines Kunst­ra­sen­platz eng­ma­schig abzu­si­chern, soll­ten auch win­zi­ge Mikro­plas­tik­par­ti­kel aus Klei­dung oder Schu­hen der Spie­ler gesam­melt und fest­ge­hal­ten wer­den. Dafür kön­nen flä­chi­ge Berei­che, die die Sport­ler auf dem Weg vom Rasen zurück zur Kabi­ne pas­sie­ren, ergän­zend mit dem zuge­hö­ri­gen Par­ti­kel­fang­ele­ment 460 von Hau­ra­ton aus­ge­stat­tet wer­den. Dar­über hin­aus kann eine Abblas­vor­rich­tung zum Ein­satz kom­men, wie sie auch aus ande­ren Sport­ar­ten wie etwa dem Golf bekannt ist: Beim Ver­las­sen der Sport­an­la­ge kann so Plas­tik­aus­trag aus der Klei­dung mit dem glei­chen Sys­tem wie am Spiel­feld­rand auf­ge­fan­gen und zurück­ge­hal­ten wer­den.

Gro­ßer Vor­teil: Kunst­ra­sen ist auch im Win­ter nutz­bar. Beim Schnee­räu­men ist der Aus­trag an Infill­ma­te­ri­al und abge­bro­che­nen Gras­hal­men aller­dings erheb­lich. Für den vom Platz abge­scho­be­nen Schnee gibt es in der Regel einen Schnee-Sam­mel­platz. Um die beim Schnee­räu­men aus­ge­tra­ge­nen Plas­tik­par­ti­kel beim Abtau­en der Schnee­ber­ge auf­zu­fan­gen, muss die­ser Bereich eben­falls mit einem Rin­nen­fil­ter aus­ge­stat­tet, wer­den, in die­sem Fall mit der Schnee­f­ang­rin­ne 300. Die Men­ge an Mikro­plas­tik (vor allem bestehend aus Infill­ma­te­ri­al und abge­bro­che­nen Hal­men), die allein durch die­se Maß­nah­me von einem ein­zel­nen Platz auf­ge­fan­gen wer­den kann, ist enorm – und im Win­ter als schwar­ze Abla­ge­run­gen auf dem Schnee dra­ma­tisch erkenn­bar.

Kombi mit Entwässerung und nachträglicher Einbau

Ob Hockey­feld oder Fuß­ball­platz – wo Kunst­ra­sen­be­lä­ge zum Ein­satz kom­men, sind in der Regel auch Ent­wäs­se­rungs­sys­te­me nötig. Sport­fix Clean Rin­nen bie­ten zusätz­lich zur siche­ren Ent­wäs­se­rung auch die Fil­te­rung des Abwas­sers auf ein­fa­che Art und Wei­se und das dau­er­haf­te Zurück­hal­ten von Kunst­stoff­par­ti­keln und Schad­stof­fen. Die­ses Fil­ter­sys­tem kann auch in bestehen­den Anla­gen nach­träg­lich ein­ge­bau.