„Energieeffizienz als Herausforderung bei Wasserversorgern und Abwasserbetrieben“ • WASSER & ABWASSER

„Energieeffizienz als Herausforderung bei Wasserversorgern und Abwasserbetrieben“

Von dem weltweiten Gesamtenergieverbrauch entfallen etwa vier Prozent auf die Wasser- und Abwasserindustrie. Angesichts des steigenden Wasserbedarfs der Weltbevölkerung und der Industrie wird das Thema der Energieeffizienz, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der im Green Deal festgelegten Klimaziele, immer drängender. Hochrechnungen zufolge lie e sich der Energieverbrauch in der Wasserbranche mit geeigneten Maßnahmen bis zum Jahr 2040 um bis zu 15 Prozent reduzieren.

Um Sparpotenziale zu identifizieren, lohnt sich ein genauer Blick auf die energieintensivsten Prozesse in Wasser- und Abwasserwerken. So entfallen in der Wasseraufbereitung bis zu 85 Prozent des Energieverbrauchs auf die Wasserförderung, vorwiegend mit Kreiselpumpen. Auch bei der Bewässerung von Agrarflächen bilden Pumpen zur Wasserförderung den Löwenanteil am Energieverbrauch. In der Abwasseraufbereitung werden in einem Klärwerk bis zu 60 Prozent der Energie für das Beleben und Fördern des Klärwassers verbraucht. Auch das Pumpen, Entwässern und Verdicken des Klärschlamms  gestaltet sich sehr energieintensiv.

All diesen Prozessen ist der Einsatz von Pumpsystemen gemeinsam. Diese stellen somit auch eine wesentliche Stellschraube für mehr Energieeffizienz dar. Durch den Einsatz von Frequenzumrichtern sowie energieeffizienteren Hochwirkungsgrad-Motoren können Wasser- und Klärwerke ihren Energieverbrauch deutlich senken. Digitale Lösungen bieten weiteres Potenzial. So würde beispielsweise durch die Optimierung der Regelung von Pumpsystemen in Kläranlagen etwa 10 bis 20 Prozent weniger Energie verbraucht werden.

In dem neuen Whitepaper „Energieeffizienz als Herausforderung bei Wasserversorgern und Abwasserbetrieben“ von ABB Motion bekommen Entscheider der Wasser- und Abwasserbranche Impulse, wie sie mithilfe von effizienten Antriebsl sungen den Energieverbrauch reduzieren und somit auch den ökologischen Fußabdruck ihrer Anlagen verbessern können. Aufgeführt sind außerdem Projekte aus den Bereichen Abwasser, Trinkwasser, Entsalzung und Bewässerung, beispielsweise das Klärwerk Bocholt.