Am 03. Juni 2019 fand in Berlin die 3. Statuskonferenz des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“ statt. Im Fokus der Veranstaltung stehen das bisher Erreichte sowie die weitere rechtliche und organisatorische Gestaltung des Bundesprogramms. Die Leiterin der BfG, Dr. Birgit Esser, verdeutlicht, warum die enge Verbindung zwischen angewandter Wissenschaft und Praxis für den Erfolg des Programms wesentlich sein wird.
Die 3. Statuskonferenz zum Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland (BBD)“ findet am heutigen Montag, 03.06.2019, im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin statt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eröffnet die Konferenz und stellt die neuen Perspektive für die Bundeswasserstraßen vor. Das BMVI will mit dem BBD für die Wasserstraßen nicht nur die Funktion der Wasserstraßen als Transportweg entwickeln, sondern zusätzlich neue Akzente im Natur- und Gewässerschutz sowie bei Freizeit und Erholung setzen. Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, richtet den Blick über die Ufer der Wasserstraßen hinaus: Ziel des Blauen Bands sei die Förderung der biologischen Vielfalt in Gewässern und Auen.
Dr. Birgit Esser, Leiterin der Bundesanstalt für Gewässerkunde, hebt in Ihrem Vortrag die enge Verbindung zwischen Wissenschaft und Forschung einerseits und operativen Handeln andererseits hervor. „Die enge Verknüpfung wird insbesondere bei der Gestaltung der Modellprojekte des Blauen Bands und dem Monitoring des Programms deutlich. So kann die Wirkung der Maßnahmen von Beginn an nachvollzogen werden “, so Esser.
Berater und Partner des Blauen Bands
Die BfG berät das BMVI, das BMU, die WSV und weitere Akteure bei der Umsetzung des Bundesprogramms. „Die Bundesanstalt für Gewässerkunde bringt in das Blaue Band ihre Expertise auf den Gebieten der Hydromorphologie, Ökologie und Gewässerchemie ein“, sagt Esser. “Wir liefern damit die fachliche Grundlage zur Umsetzung der Ziele“. Bei der Umsetzung des Programms prüft und bewertet die BfG zusammen mit BAW, BfN, UBA, BImA und der GDWS als beteiligten Institutionen der Fachgruppe Blaue Band die Realisierbarkeit gemeldeter Projekt- und Maßnahmenvorschläge. Zu den Modellprojekten des Blauen Bands leistet die BfG einen wichtigen Beitrag durch das Monitoring in den Maßnahmengebieten an Rhein und Weser. Unter anderem ist die BfG maßgeblich an der Entwicklung innovativer Auswerteverfahren zum Monitoring von Vegetation und Geländestrukturen beteiligt. Dafür werden Bilder von Drohnenbefliegungen mit Geländeaufnahmen in den Projektgebieten verschnitten und kombiniert verarbeitet.
Gemeinsame Initiative für Deutschlands Flüsse und Auen
Das Bundesprogramm “Blaues Band Deutschland” soll Deutschlands Wasserstraßen wieder naturnäher gestalten. Dazu haben das BMVI und das BMU einen Handlungsrahmen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte geschaffen. Mit Maßnahmen zur ökologischen Entwicklung sollen die vielfältigen Lebensräume oftmals bedrohter Tier- und Pflanzenarten an den Wasserstraßen und in ihren Auen gesichert, wiederhergestellt und aufgewertet werden. Gleichzeitig werden so attraktive Flusslandschaften mit einer hohen Anziehungskraft für Erholungssuchende, Wassersportler und den Wassertourismus geschaffen.