Befüllen und Entleeren in Behälteranwendungen • WASSER & ABWASSER

Grundfos Niveausteuerung für den sicheren Betrieb beim Befüllen und Entleeren in BehälteranwendungenBild: Grundfos
Befüllen und Entleeren in Behälteranwendungen

Wie misst man den Füll­stand eines flüs­si­gen Medi­ums in einem Behäl­ter? Im ein­fachs­ten Fall dient dazu ein Schwim­mer, gekop­pelt mit einem mecha­ni­schen Grenz­schal­ter. Etwas ele­gan­ter erfasst man den Füll­stand berüh­rungs­los mit einem induk­ti­ven Sen­sor. Damit hat man aber ledig­lich einen Ist-Zustand erfasst. Doch wie kann der Betrei­ber den Füll­stand nach Bedarf hoch- oder her­un­ter­fah­ren? Er benö­tigt dazu eine oder meh­re­re Pum­pen und eine smar­te Niveau­steue­rung.

Die Niveau­steue­run­gen des Typs LC hat Grund­fos für Anla­gen mit einer oder zwei Pum­pen ent­wi­ckelt (LC 231: eine kom­pak­te Lösung mit zer­ti­fi­zier­tem Motor­schutz; LC 241: eine Lösung für den Schalt­schrank mit Modu­len und Anpas­sungs­mög­lich­kei­ten). Sie wur­den spe­zi­ell für das Manage­ment klei­ne­rer Was­ser­men­gen kon­zi­piert, ins­be­son­de­re um das Befül­len und Ent­lee­ren von/aus Behäl­tern bzw. Abwas­ser­schäch­ten zu steu­ern. Mit vor­de­fi­nier­ten Ein­stel­lun­gen geht die Steue­rung ein­fach und schnell in Betrieb und lässt sich rasch an unter­schied­li­che Ein­satz­be­rei­che anpas­sen; sie unter­stützt bis zu fünf Steu­e­r­ebe­nen für den Betrieb von ana­lo­gen Niveau­sen­so­ren oder Schwim­mer­schal­tern. Die Steue­rung ver­fügt zudem über meh­re­re freie Ein- und Aus­gän­ge für zusätz­li­che Sen­so­ren (um bei­spiels­wei­se den Aus­gangs­druck der Pum­pe zu mes­sen).

Die Steue­rung warnt mit einem Alarm bei Strom­über­las­tung, Pum­pen­über­hit­zung, Tro­cken­lauf, hohem Was­ser­stand, fal­schen Pha­sen­fol­gen oder feh­len­der Pha­se, Sen­sor-Inkon­sis­tenz oder -aus­fall und bei zu vie­len Neu­starts. Mit wei­te­ren Sen­so­ren kann Was­ser am Boden und Feuch­tig­keit in der Pum­pe über­wacht wer­den.

Inbe­trieb­nah­me und Kon­fi­gu­ra­ti­on erfol­gen über das intui­ti­ve Bedien­feld und mit Hil­fe der per Smart­pho­ne ver­füg­ba­ren mobi­len Pum­pen­steue­rungs-App ‚GO Remo­te‘ (die Kom­mu­ni­ka­ti­on fin­det über ein inte­grier­tes Blue­tooth Modul statt). Der Inbe­trieb­nah­me-Assis­tent ermög­licht das Ein­stel­len von Funk­tio­nen und den Zugriff auf Sta­tus­über­sich­ten, tech­ni­sche Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen und aktu­el­le Betriebs­pa­ra­me­ter.

Bei der Kon­fi­gu­ra­ti­on wer­den der Sen­sor-Typ (ana­log oder digi­tal) und des­sen Grenz­wer­te gewählt. Zusätz­li­che Funk­tio­nen wie Blo­ckier­schutz oder Ein­schalt­ver­zö­ge­rung kön­nen optio­nal ein­ge­stellt wer­den. Die Anti­blo­ckier­funk­ti­on stellt sicher, dass die Pum­pen in Schäch­ten, die über län­ge­re Zeit kei­nen Zulauf hat­ten (dann ist mit Kalk und ande­ren Abla­ge­run­gen zu rech­nen) in einem defi­nier­ten Inter­vall star­ten und eini­ge Sekun­den lang dre­hen.

Der Betrei­ber hat Zugriff auf Alar­me und War­nun­gen, die manu­el­le Pum­pen­steue­rung und einen detail­lier­ten Sta­tus der Pum­pen. Trend­ana­ly­sen basie­rend auf dem Motor­strom oder der Anzahl der Anläufe/Abschaltungen signa­li­sie­ren, wann eine War­tung der Pum­pen erfor­der­lich ist. Zudem ist zur Doku­men­ta­ti­on jeder­zeit ein voll­stän­di­ger Bericht mit den aktu­el­len Ein­stel­lun­gen und dem Sta­tus der Instal­la­ti­on ver­füg­bar.

Die Niveau­steue­run­gen LC 231 und LC 241 bie­ten somit einen umfas­sen­den Pum­pen- und Anla­gen­schutz. Dar­über hin­aus punk­tet die LC 231 mit einem zer­ti­fi­zier­ten inte­grier­ten Motor­schutz mit Strom­mes­sung; die LC 241 gewähr­leis­tet den Motor­schutz über ein Stan­dard Motor­schutz­ele­ment für eine DIN-Hut­schie­ne und besitzt ein Strom­wand­ler Mes­sung.

Bei­de las­sen sich in die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­du­le von Grund­fos ein­glie­dern; somit ist kabel­ge­bun­den oder draht­los per Feld­bus eine ein­fa­che Inte­gra­ti­on in Über­wa­chungs­sys­te­me mög­lich (GLT, SPS, SCADA, Cloud-Anwen­dun­gen).

Niveau­steue­run­gen sind Teil des iSo­lu­ti­ons-Kon­zepts von Grund­fos: Ein Ansatz, der die gesam­te Anla­ge mit smar­ten Steue­rungs- und Über­wa­chungs­lö­sun­gen ein­be­zieht. Alle Kom­po­nen­ten las­sen sich prä­zi­se an die Gege­ben­hei­ten vor Ort anpas­sen, um eine opti­ma­le Leis­tung, einen hohen Gesamt­wir­kungs­grad und ein Höchst­maß an Betriebs­si­cher­heit zu gewähr­leis­ten.